Thomas-Mann-Gymnasium
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Meine Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Als meine Geschichtslehrerin Frau Döring unserer Klasse von diesem Wettbewerb erzählt hat, war ich gleich Feuer und Flamme. Ich hatte sofort eine Idee: Die Flucht meiner Urgroßeltern aus Schlesien. Jedoch gab es weder Briefe noch Tagebücher, die diese Geschichte hätten belegen können. Mein Vater konnte mir die Geschichte zwar detailliert erzählen und ich hatte meinen Großonkel als Zeitzeugen. Der war zum Zeitpunkt des Geschehens aber erst 4 Jahre alt und würde sich wahrscheinlich schlecht erinnern. Deshalb brach ich während der Weihnachtsferien das Thema ab. Es fehlte einfach die Recherchearbeit und ich hätte mir wahrscheinlich zu viel ausdenken müssen.

Also sah ich mich nach einem neuen Thema um. Ich suchte in der Ortsgeschichte und fragte die Vorsitzende des Heimatvereins Luppa, Frau Uhde, nach früheren Krisen. Sie gab mir eine Kopie der Parochie von Luppa. Nach einem Hinweis meiner Eltern fand ich mein Thema: Der Streit zwischen Luppa und der Gerichtsherrschaft Börln - ein zwar unbedeutender Streit für die Welt, jedoch für die Beteiligten der Krise einige schlimme Jahrzehnte. Ganz besonders spannend wurde es für mich, als ich mitbekam, dass kurz vor dem Friedensschluss zwischen Luppa und Börln die Völkerschlacht bei Leipzig stattfand und die Auswirkungen auch Luppa, also meinen Heimatort, betroffen haben. Dem Ort ging es in dieser Zeit wirklich schlecht. Das war mir bis dahin nie so bewusst geworden und machte das Thema gleich nochmal viel interessanter, denn schließlich war die Völkerschlacht für die europäische Geschichte der damaligen Zeit entscheidend. Da ich eine richtige wissenschaftliche Arbeit wahrscheinlich in der Kürze der Zeit nicht geschafft hätte, habe ich mich für einen Kreativbeitrag entschieden. Zugegeben: die kreative Arbeit macht mir auch viel mehr Spaß. Ich stellte die damaligen Ereignisse in Form von 2 Zeitungen dar. Für mein Thema hatte ich viele aussagekräftige Quellen. Zum einen meine Hauptquelle, die Parochie, aber ich habe auch einen Historiker befragt und neben diversen Bücher- und Internetquellen auch Einsicht in die originalen Kirchenbücher dieser Zeit genommen. Da diese Quellen teilweise sehr detailliert waren, kann ich mit Stolz sagen, dass alle in den Zeitungen genannten Namen und Ereignisse tatsächlich existierten. Sowohl Geburtsanzeigen, Sterbeanzeigen als auch alle handelnden Personen haben tatsächlich so gelebt und sind nicht meiner Phantasie entsprungen. Zum Schluss stand ich jedoch unter einem sehr hohen Zeitdruck, da mir nur noch ein paar Wochen bis zur Abgabe blieben. Es war sehr schwer, alles zeitlich mit der Schule zu vereinbaren, da die Halbjahreszeugnisse vor der Tür standen. Aber dennoch habe ich fast bis zum letzten Tag gearbeitet, und obwohl es manchmal schwer war sich selbst zu motivieren und manch liebevoller Schubser zurück an das Laptop nötig war, bin ich schließlich fertig geworden. Als ich die Zeitungen abgeschickt hatte, war ich sehr erleichtert. Nun hieß es ca. 3 Monate warten auf die Auswertung. Mit jedem Tag stieg die Aufregung. Als ich das Ergebnis erfuhr, war ich überglücklich. Die ganze Arbeit hatte sich gelohnt und ich bin einer der 12 Landessieger von Sachsen. Am 26. Juni  war die Preisverleihung in Leipzig und nun habe ich noch die Chance, als eine von den insgesamt 250 Landessiegern aus ganz Deutschland auch einen von 50 Preisen auf Bundesebene zu gewinnen. Die Aufregung bleibt also noch eine Weile bestehen…

Elisabeth  Beier

 

 

OAZ berichtet: Wie in der Antike: Lorbeer für die Besten

Traditionell, aber nicht alltäglich: Das Thomas-Mann-Gymnasium dankt engagierten und erfolgreichen Schülern


Ines Woiwode überreicht verdienstvollen Schülern eine Urkunde. In der Aula wurden insgesamt 50 von ihnen vergeben. Foto: Christian Kunze

Oschatz. In der Antike wurde denen, die besondere Leistungen erbracht hatten, ein Lorbeerkranz aufgesetzt. In Anlehnung an dieses Ritual verteilte Ines Woiwode jetzt Lorbeerzweige an Schüler. Die Organisatorin der Dankeschön-Veranstaltung des Thomas-Mann-Gymnasiums lässt sich jedes Jahr etwas Neues einfallen, um die außerordentlichen Erfolge der Schüler zu würdigen.

Rund 50 Jungen und Mädchen, egal ob einzeln oder im Team, erhielten in feierlichem Rahmen nicht nur Lorbeer, sondern auch Urkunden, Gutscheine, anerkennende Worte sowie ein schuleigenes Hausaufgabenheft und ein Frühstück. Die beiden Letzteren sponsert seit einigen Jahren die Volksbank Riesa, die auch eine Niederlassung in Oschatz hat. Kundenberaterin Petra Wagner gratulierte ebenso wie Lehrerin Ines Woiwode und die Schulleiterin Marion Müller. „Unsere Dankeschön-Veranstaltung ist inzwischen Tradition. Das heißt aber nicht, dass sie alltäglich ist“, so Müller. Die Auszeichnungen erfolgen auf musischem, sprachlichem, sportlichem und gesellschaftlich-organisatorischem Gebiet und umfassen inzwischen auch Leistungen wie etwa die Streitschlichterarbeit oder Nachhilfe für Leistungsschwächere.

Maßgeblich für die Auswahl der Gewürdigten sind jedes Jahr aufs Neue etwa herausragende Facharbeiten,Teilnahme an Bundeswettbewerben, 1. bis 3. Plätze bei Landeswettbewerben, die Repräsentation des Thomas-Mann-Gymnasiums auf künstlerischem Gebiet, etwa im Chor, Theater oder als Solist. Schließlich gehen noch besonders engagierte Schülervertreter oder herausragende Leistungen einzelner Schüler bei der Gestaltung des schulischen Alltags mit ein, etwa bei der Organisation repräsentativer Veranstaltungen.

Christian Kunze

Klimaschutz - das TMG macht mit

Wie viele andere Schulen wendet sich auch das Oschatzer Gymnasium dem Thema Umweltbewusstsein zu und leistet seinen Anteil.

In zwei Wochen, am Freitag, dem 21. Juni, sind alle Schüler und Lehrer dazu angehalten, auf das Auto, Moped oder Motorrad zu verzichten. Stattdessen soll zu Fuß gegangen, mit dem Fahrrad gefahren oder öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Für diesen Tag wird dann ermittelt, wie viel CO2 eingespart wurde.

Im gleichen Zug sollen die Jugendlichen und Erwachsenen durch verschiedene kreative Ideen für die Klimakrise und unsern Anteil daran sensibilisiert werden. Dazu zählt z. B. auch, auf Verpackungen in den Brotbüchsen zu verzichten und den Stromverbrauch in der Schule zu senken.

Das Projekt steht im Zusammenhang mit den Friday-for-Future-Demonstrationen, die für eine bessere, stärkere und konsequentere Klimapolitik kämpfen.

Geplant ist, solche Tage später in regelmäßigen Abständen durchzuführen.

Initiiert wurde das Ganze von den Energiebeauftragten unserer Schule unter Leitung von Frau Dr. Herbst.

Die Aktion erfüllt einen Teil des gesetzlich vorgeschriebenen Bildungsauftrag sächsischer Schulen, vor allem aber tun wir es unserer Umwelt zuliebe.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit. Macht mit!

Das Energieteam

 

 

OAZ berichtet: Strafzettel für Autofahrer, Kekse für Radfahrer und Busschüler

Friday for Future ohne Schwänzen: Umweltschutzaktionstag am Thomas-Mann-Gymnasium


Tom Hauffe verteilt symbolische Strafzettel an jene, die entgegen der Absprache mit dem Auto kamen. Foto: Christian Kunze

Oschatz. Kekse für Radler, Fußgänger und Busschüler, folgenlose Strafzettel für Autofahrer – mit symbolischen Gesten empfingen am Freitag Schüler des Thomas-Mann-Gymnasiums Eltern, Lehrer und Mitschüler. Doch dabei blieb es nicht. Beim Projekttag ermittelten die Energiebeauftragten aller Klassenstufen den Verbrauch an Wärme, Elektrizität und Wasser im Schulgebäude. Ferner waren alle Schüler aufgerufen, die Länge ihres Schulweges zu ermitteln und anzugeben, wie sie ihn bewältigen – zu Fuß, Rad, Moped, per Elterntaxi, Bus oder Zug lauteten die Antworten derer, die zwischen 300 Meter und 30 Kilometer absolvieren.

Mit dieser Initiative versprechen sich die Schüler und Lehrerin Harriet Herbst, die den Tag mit vorbereitet hat, ein realistisches Bild darüber, wie die Umweltbelastung reduziert werden kann. Geleitet wird der Tag von Axel Hahn. Der Vertreter der Sächsischen Energieagentur lässt die Schüler Messungen durchführen. „Nur so erhalten sie belastbare Fakten, die in einer Diskussion auch bestehen können“.

Die Projektidee kam von den Schülern, betont Harriet Herbst. „Und ich begrüße es. Denn mit Blick auf die Friday-for-Future-Bewegung, in der vor allem junge Menschen auf die Einhaltung der Klimaschutzziele pochen, ist es wichtig, nicht nur seine Meinung kund zu tun, zu demonstrieren und den teilweise berechtigten Einwand des Schulschwänzens hinzunehmen, sondern auch entsprechend zu handeln.“

Die Aufforderung an Lehrkräfte, das Auto stehen zu lassen und an Schüler, sich nicht mit dem Auto bringen zu lassen, wurde unterschiedlich berücksichtigt. „Wir haben es in die Klassen getragen, Aushänge gemacht und natürlich darüber gesprochen“, so Mitinitiator Tom Hauffe, der zu den Energiebeauftragten gehört. Ursprünglich war gar geplant, das Areal vor der Schule, einschließlich der Lehrerparkplätze abzusperren, das habe man dann aber doch gelassen. Die Reaktionen auf den Umweltschutzaktionstag fielen unterschiedlich aus, ebenso die Erklärungen, warum man das Auto an diesem Tag doch nicht habe stehen lassen können.

Schulleiterin Marion Müller wohnt im Stadtzentrum und geht stets zu Fuß. Sie findet die Aktion toll. „Fernab von allen politischen Diskussionen sollte jeder im Kleinen etwas tun – nur so geht es!“ Schulsozialarbeiterin Larissa Melzig nutzt das Fahrrad so oft es geht. „Wenn aber etwas großes transportiert werden muss, geht es nicht“. Ähnlich sehen das die Lehrkräfte Rosi Rochner und Heike Kolberg. Letztere nutzt im Frühling und Sommer das Rad. „Ich wohne am nördlichen Stadtrand, das ist machbar“. Kritisch sieht sie, dass Eltern zu Schulschluss Kinder abholen – und mit ihren Autos regelwidrig vor den Lehrerparkplätzen stehen. „Da gab es schon mehrere Unfälle“. Rosi Rochner freut sich über den Schüler-Aktionismus, weist aber darauf hin, dass es nicht bei solchen einmaligen Aktionen bleiben sollte.

Angelika Rädler wohnt in Limbach und würde gern öfter den Bus nutzen. „Leider sind die Verbindungen aber nicht sehr günstig“, moniert sie. Ebenfalls aus dem dörflichen Umland bringt Thomas Petermann Tochter Franka mit dem Auto. „Ich finde die Aktion gut, das ist besser als nur zu demonstrieren und dann seinen Müll da zu lassen“, sie der Casabraner. Arite Theile aus Luppa fährt eines der „Elterntaxis“ am Morgen: „Für mich liegt das auf dem Arbeitsweg, ich fahre direkt weiter“, nennt sie praktische Gründe.

Im Übrigen fand die Aktion nicht bei allen Schülern Anklang. „Dann aber auch Strafzettel fürs Atmen – und wenn schon dann bitte aus recyceltem Papier“, kommentierte ein Mopedfahrer.


Tina Kornetzke verteilt Kekse an Schüler, die mit dem Rad oder dem Bus zur Schule kamen und statt dessen auf Moped, Auto oder Elterntaxi verzichteten. Foto: Christian Kunze

Klimakonferenz sächsischer Schülerinnen und Schüler am 22. Juni 2019

Vom sächsischen Staatsminister für Kultus Christian Piwarz erreichte uns die folgende Einladung:

die Sächsische Staatsregierung und der Landesschülerrat Sachsen möchten mit der Schülerschaft sowie mit Wissenschaftlern und Fachleuten zu Themen des Klimaschutzes ins Gespräch kommen und über notwendige Weichenstellungen für die Zukunft diskutieren.
Herr Ministerpräsident Michael Kretschmer und ich laden daher sächsische Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Landesschülerrat zur Klimakonferenz am Samstag, den 22. Juni 2019, nach Leipzig ein.
Es ist uns sehr wichtig, viele Schülerinnen und Schüler für eine Teilnahme an unserer Dialogveranstaltung zu begeistern. Im Vorfeld der Konferenz soll deshalb an allen sächsischen Schulen umfassend über die Klimakonferenz informiert werden. Dazu erhalten Sie in Kürze die dafür vorgesehenen Plakate. Ich bitte Sie, diese an exponierter Stelle im Schulhaus zu platzieren. Außerdem finden Sie (...) den Anmeldelink für die Veranstaltung: https://anmeldung.lsr-sachsen.de/klima.
Über die weiteren Details, unter anderem zum Ablauf, zum genauen Veranstaltungsort und zu online-Beteiligungsmöglichkeiten, können Sie sich unter https://www.sachsen.de/Klimawandeln.html informieren.