Thomas-Mann-Gymnasium
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OAZ berichtet: Große Bühne für junge Stars: Oschatzer Schüler zeigen, was sie können

Thomas-Mann-Gymnasium stellt sich vor: Talente-Schau und Informationen im Schulhaus

Die Mitglieder der Zumba-Gruppe um Lehrerin Anne Bennewitz bringen Schwung auf die Bühne der Aula des Oschatzer Thomas-Mann-Gymnasiums. Weitere Fotos auf www.lvz.de/Region/Oschatz. Foto: Christian Kunze

Oschatz. Love, Peace and Happiness, also ins Deutsche übertragen Liebe, Frieden und Glück strahlte die diesjährige Talentegala des Thomas-Mann-Gymnasiums aus. Passend zum Motto gab es eine überwiegend beschwingte, abwechslungsreiche und breit gefächerte Palette des Schullebens zu sehen – nicht nur in der Aula, sondern auch im Foyer, auf den Fluren und im Speiseraum.

Letzterer war zum Abschluss des Abends am Freitag die Bühne für Broken Brooms, eine der beiden Schulbands. Die Jungs überzeugten an Gitarre, Schlagzeug und Mikrofon mit deutschen und englischsprachigen Titeln. Mit ausschließlich deutschsprachigen Stücken waren dagegen die Mitglieder des Kinder- und des Jugendchores zu erleben.

Wo Gesang ist, da ist auch Musik und wahrlich, die Zahl der Instrumentalisten beim diesjährigen „Thomas-Mann-Gymnasium stellt sich vor“ reichte von Klavierstücken über Gitarrenklängen bis hin zu Flöte, Violine, Saxofon und Klarinette. Da soll noch mal einer sagen, musizieren ist langweilig. Mit ordentlich Rhythmus im Blut präsentierten sich die Zumba-Sport-Tänzerinnen, die mit ihrer Choreographie die Aula zum Beben brachten. Viel Bewegung boten auch die erstmals auftretenden Akrobatinnen des Oschatzer Turnvereins 1847. Mit dem ein oder anderen Radschlag, Sprung oder Handstand maßen sie die räumlichen Grenzen der Bühne komplett aus.

Dem Applaus des Publikums gewiss waren auch die beiden Moderatorinnen des Abends, die sich in diesem Jahr in die Rollen von Lehrerin und Schülerin begaben. Neben dem Generationenkonflikt wurde in ihren Zwiegesprächen zudem auf originelle Weise daran erinnert, dass sich ein Erwachsener, egal ob nun Pädagoge oder nicht, gern wehmütig an die unbeschwerte Jugendzeit erinnert.

Einen ernsteren Ton schlugen die Präsentationen des Hubertusburger Jugendfriedenspreises an. Ulf Müller, als Vertreter des auslobenden Freundeskreises Hubertusburg in Wermsdorf, erinnerte daran, dass ein friedliches Miteinander keinesfalls selbstverständlich ist. Die ausgezeichneten kreativen Arbeiten der Gymnasiasten, mit Beamer an die Wand geworfen, belegten das auf eindrucksvolle Weise.

Neben Ergebnissen des Ganztagsangebotes und weiteren Schülerarbeiten waren im Foyer auch die ersten Resultate des neuen begabtenförderlichen Unterrichts zu sehen. Seit einem halben Jahr besuchen die Jungen und Mädchen der Klasse 5 wöchentlich Kurse, die ihren Interessen und Stärken gewidmet sind. Sprache, Mathematik, Natur, Kunst, Fotografie, Chor, Schulband und die Ausbildung zum Streitschlichter umfasst das Repertoire der Angebote.

Zwei davon werden von schulfremden Partnern geleitet, der Rest von Pädagogen. „Unser Ziel ist es, ein ausgewogenes Verhältnis von beidem zu schaffen und das Ganze auszubauen“, so die verantwortliche Lehrerin Ines Marx. Schulsozialarbeiterin Larissa Melzig freute sich, bereits sechs Kinder in der Streitschlichterausbildung begrüßen zu können. Ziel der Ausbildung ist es, dass die Schlichter Konflikte zwischen Mitschülern bewältigen helfen.